This is Africa...

07April2013

Shopping Centre??? :) :) Arusha Weg zur Schule mit unbezahlbarer Aussicht Sonnenuntergang - Mount Meru Weg nach Hause Mount Meru

 

  School Assembly am letzten Schultag  Buuuuuuuuuuuubbles!!  mit meiner Klasse meine Verabschiedung

 

  mit meiner Freundin Maggie Schokogirl mit Schokoeis :) Meine Gastfamilie (Moses, Glory und Benedetta)   

 

Mein letzter Blogeintrag - runter scrollen :)

 

Nach 209 Tagen wieder zuhause...

07April2013

.....und das schon seit Freitag dem 29.März!

...aber dank großer technischer Probleme am Flugzeug in Addis Abeba (Äthiopien), bin ich mit einer fast 4 Stunden Verspätung in Frankfurt am Flughafen angekommen, aber leider ohne meine Koffer, die sind nämlich irgendwo auf dem Weg nach Hause hängen geblieben. Aber um euch gleich alle wieder zu beruhigen: Sie wurden mir gleich am Sonntag nach Hause geliefert! Ich war noch nie glücklicher, als der Packetdienst vor der Türe stand.

Unglaublich, dass 7 Monate jetzt schon wieder rum sind! Die Zeit verging für mich echt wie im Flug. Nicht immer war alles einfach, aber ich habe mich durch alles durchgebissen und ganz alleine war ich ja auch nie. Dank wunderbaren tollen neuen Freunden und meiner Gastfamilie war meine Zeit in Tansania echt super.
Das Afrika, wie ich es kennen gelernt habe, vermisse ich schon ein bisschen. Die Straßenlädchen, die Menschen, das Chaos auf den Straßen, die wunderschönen Tücher der Frauen, die Dala Dalas, die Pikipikis, meine Kids in der Schule, das Wetter...das Afrika das ich kennen lernen durfte, werde ich immer in meinem Herzen haben und es wird auch nie wieder hergegeben. Ich habe so viel erleben dürfen und habe auch so viel über mich selbst gelernt und das wird mich sicher mein Leben lang begleiten.

Aber nach 7 Monaten ist es auch mal wieder schön wieder zuhause zu sein, wo alles ist, wie man es kennt und gewohnt ist, mit der Familie, mit den Freunden und natürlich mit dem leckeren Essen. Wenn man weg war, realisiert man erst, wie gut man es doch zuhause hat und man lernt es viel mehr zu schätzen.


Tja das wird dann wohl mein letzten Blogeintrag sein. Ein bisschen Wehmut ist auch dabei. Ich habe wirklich gerne euch über meine Erfahrungen in Tansania auf dem laufenden gehalten. Es hat mir wirklich sehr Spaß gemacht hier zu schreiben und es hat mich wirklich immer sehr gefreut eure Einträge/ Kommentare zu lesen. Vielen Dank dafür!

 

Maisha ni safari - Das Leben ist eine Reise

...und diese ist noch lange nicht zu Ende! Lächelnd



....wie versprochen folgen jetzt viele weitere Bilder!!

Die letzten Bilder...

27März2013

 Besuch im Waisenhaus2 Monate alter Junge, der in einem Müllbeutel gefunden wurdeDank Sponsor gabs Papier, Kuscheltier und Stifte

  meine Klasse mit neuen Mäppchen und Blöcken natürlich immer gaaaaanz fleißig am lernen :) Klasse 4 Klasse 2 und ihre neuen Mäppchen während der Pause mit dem Frühstück so ein Süßer!! zwei der Lehrerinnen

 

 Meine Gastschwester Glory mit neuen langen Haaren :)

Es folgen noch weitere....

Mzungu kommt wieder nach Hause

27März2013

So, jetzt wird es langsam ernst. Es geht wieder zurück ins alte Leben. Leicht fällt mir das jetzt nicht wirklich, aber es ist wirklich schön wieder nachhause zu kommen. Die letzten 7 Monate waren eine der ereignissreichsten in meinem Leben. Es war einfach wunderbar ein neues Land mit einer anderen Kultur kennen lernen zu dürfen. Ich habe super Freunde fürs Leben gewonnen und vor allem sehr viel über mich selbst gelernt. Wenn man alleine so weit weg von zuhause ist, muss man einfach lernen mit allen Höhen und Tiefen alleine zu recht zu kommen. Ich glaube, dass ich das ganz gut hinbekommen habe.
Ich freue mich sehr auf zu Hause, jedoch ist es nie leicht, sich von allem zu verabschieden. Morgen bin ich das letzte Mal in der Schule mit meinen Kids. Es ist außerdem der letzte Tag vor den Termferien und das heißt, dass es wieder einmal Zeit ist für eine Class party! Ich denke, dass das dann auch eine sehr gute Gelegenheit ist, mich von allen zu verabschieden!

Heute muss ich außerdem auch noch anfangen mit Koffer packen. Eigentlich mach ich das immer erst nachts, vor der Abreise, aber weil ich schon um 0.30 Uhr mit dem Taxi abgeholt werde, muss ich dieses Mal schon vorher anfangen.
Wenn alles gut läuft, bin ich dann am Freitag, um 16.30 Uhr in Frankfurt, auf deutschem Boden! wuhuuuuuuu

Ich freue mich wirklich sehr auf euch! Jedoch ist es auch wirklich schade, jetzt nicht mehr in meinen Blog schreiben zu können. Es war wirklich schön, immer mal wieder, neue Einträge und Bilder hochzuladen, um euch so auf den neusten Stand zu bringen.
Vielen Dank an alle, die immer so fleißig alles durchgelesen und kommentiert haben. So weiß man, dass das Schreiben nicht umsonst war. Danke!!

 

Salama kutoka Tanzania

16März2013

Siwezi kuamini kuwa muda wa Tanzania kwangu ni karibu kuisha. Nilikuwa na miezi 7 hapa Tanzania. Nilionana na watu wengi na marafiki wazuri kwenye maisha wangu.
Nilikuwa na siku nzuri na mbaya bali bado nina muda wa maishi yangu. Nimejifunza vitu vingi na kuwa na raha bali sikujua ningefa nya vitu vingi hivi.
Nimejua vitu vingi hapa Tanzania. Nilienda porini na zanzibar, nilipa nda mlima Kilimanjaro na nilienda Kenya/Nairobi.
Siku ya kwanza nilipo kuja hapa septemba niliogopa na nilijua siwezi kutafuta njia kwenye kilakitu. Bali leo nina weza kuwa mengeja sasa.

Ninahuzuni kuongoka Arusha nitakumbuka barabara mpaka kwenye nyumba nilioishi, nitakumbuka maduka barabani, nitakumbuka watoto wangu kwenye shule na marafiki pia, nitakumbuka dala dala na pikipiki, siku nzuri, na matunda mazuri na police na watu kilamahali!

Nitakumbuka Tanzania!!! Bali ninafuraha kurudi nyumbani kwetu!!!

 

P.S.: Mtuanawezeza kusoma ambacho nimekiandika na kujua kuwa nichokiandika sichangu bali niya mdogo wangu Glory atapata Chocolate!

 

 

Tutaonana baadaya ya siku 13!

It´s the final countdown...

14März2013

Kaum zu glauben, dass es nur noch 2 Wochen sind, bis es wieder nach Hause geht!
Meine Zeit hier ging dann doch so wahnsinnig schnell vorbei; einfach unglaublich! Ich habe so viel erlebt seit ich hier in Tanzania bin und ich habe so viele super nette Leute kennen gelernt.

In der Schule gibt es gerade wieder ein bisschen Stress, aber eigentlich ist es nur der Rektor, der rumspinnt! Aber an das habe ich mich schon gewöhnt!
Meine Klasse ist verrückt wie immer, aber das unterrichten macht dann doch immer Spaß! (Meistens zumindest). Meine Organisation hat Anfang dieser Woche Schulbücher an die Schule gespendet und jetzt haben die Kinder endlich eigene Textbücher. Das Unterrichten macht jetzt so viel mehr Spaß und ist auch viel entspannter! Besser später als nie!
Im Moment kann ich mir auch gar nicht so richtig vorstellen, bald die Kinder nicht mehr sehen zu können. Das ist schon ein sehr komisches Gefühl. Ich habe mich in den letzten Monaten so sehr an die Kiddies gewöhnt und bald tschüss sagen zu müssen, fällt mir dann sicher nicht leicht! 

Außerdem regnet es seit ein paar Tagen fast jeden Abend. Karibu Regenzeit!!! Trotzdem ist es jeden Tag so heiß und stickig, dass man sich ja schon fast auf das super Wetter^^ in Deutschland freuen könnte. Aber das mach ich dann halt doch nicht! 

Trotzdem freue ich mich auch schon wieder wahnsinnig auf zu Hause. Nicht nur wegen meiner Familie und meinen Freunden, sondern NATÜRLICH auch, weil ich das gute schwäbische Essen schon sehr vermisse. Reis, Bohnen & CO. sind zwar echt lecker, aber Spätzle, Maultaschen & CO. kann dann halt doch nichts toppen!!


Tutaonana,

eure Laura

 

Bilder zu Nairobi..

09März2013

 Karibu KenyaNairobi Elephant Orphanage Giraffe Center....mit Daisy mit Anna, Camilla...und Daisy in der Krokodilfarm Mount Longonot der Krater

Hit the Road to Nairobi...

09März2013

Am 24.Februar ging es los, der Roadtrip nach Nairobi (Kenia). Aber natürlich nicht alleine, zwei Däninnen, Camilla und Anna, waren mit von der Partie. Überraschenderweise ist der Reisebus fast „on time“ gestartet, mit einer nur 30minütigen Verspätung und das ist wirklich sehr untypisch für Afrika. Aber das war uns natürlich grad recht.
Bis zur Grenze waren es etwa 2 Stunden durch atemberaubende Natur. Und dann hieß es „kwaheri Tanzania na karibu Kenya“. Weitere 3 Stunden später waren wir in Nairobi. Ins Hotel eingecheckt und auf ging’s zur Stadterkundung. Nairobi ist so total anders als Arusha es ist. Hochhäuser, business-like gekleidete Menschen, saubere Straßen…man hat sich gefühlt wie im afrikanischen New York. Und das Beste: es gab so einen tollen Pizzaladen, von dem wir uns dann die nächsten paar Tage ernährt haben.

Am zweiten Tag ging’s morgens zu einem Elefantenwaisenhaus. Die „kleinen“ Elefantenbabys wurden von Pflegern mit 2 Liter Milchflaschen gefüttert und danach wurde mit ihnen gespielt. Leider hatten wir nicht die Chance ein Elefant zu streicheln, aber ihnen zuzuschauen war schon süß genug.
Station 2 war ein Giraffencenter. Dort durften wir Giraffen füttern. Das war auch ein super Erlebnis, als die Giraffe mit ihrer langen Zunge die ganze Hand umschlungen hat, nur um ans Essen zu kommen.
Die dritte Station war eine Krokodilfarm. Dort ist einer der Guides so glücklich gewesen, dass er in eines der Käfige gestiegen ist und eins der Krokodile rausgeholt hat. Ein kleines, versteht sich. Und das durften wir dann sogar auch mal halten. Ich habe mich aber eher um meinen Arm, als um das Krokodil gesorgt, denn man weiß ja nie für was man seinen Arm noch im Leben brauchen wird.

Am dritten Tag ging’s zum Mount Longonot, einem erloschenen Vulkan. Schon nach den ersten 7 Minuten, habe ich mich gefragt, wie ich es denn bitte nach ganz oben zum Kraterrand schaffen soll. Wir haben uns natürlich auch die beste Zeit des Tages ausgesucht: 11Uhr und es war heiß wie noch was. Die energiegeladene Anna, war bestimmt immer 100 Meter vor Camilla und mir. Wir zwei haben uns die ganze Zeit gefragt, wie wir es den bitte den Kilimanjaro hoch geschafft haben. Zu einer Antwort sind wir aber dann doch nicht gekommen. 1 Stunde später haben wir dann doch den Kraterrand erreicht. Und ich muss zugeben, die „Strapazen“ haben sich gelohnt, denn auf dem Weg nach oben haben wir sogar ein paar Giraffen gesehen. Der Ausblick in den Krater und die
Umgebung waren einfach gigantisch. Camilla und ich hatten uns dann schon auf eine ausgiebige Pause gefreut, aber die energiegeladene Anna war immer noch energiegeladen und wollte unbedingt um den Kraterrand herum laufen. 2 gegen 1, denk man jetzt, war aber nicht so. Und so sind wir dann um den Krater herumgelaufen oder besser gesagt geklettert. Keiner hatte uns vorgewarnt, dass man an manchen Stellen steile Steinwände hochklettern muss. Das haben sie wohl am Anfang vergessen zu sagen, war ja auch nicht so wichtig!^^ Trotzdem haben wir es auch wieder bis nach ganz oben geschafft. Irgendwie.
Als wir dann nach 4 Stunden wieder unten ankamen, war ich dann doch ganz schön froh. Völlig verstaubt und dreckig, mit Löchern in den Socken und Blasen an den Füßen, kann ich jetzt jedem empfehlen: Bringt eure gesamte alpine Ausrüstung mit, wenn ihr vor habt, den Vulkan zu umrunden.

Ein weiteres Highlight des Tages war dann im Pizzaladen. Es war „Terrific Tuesday“ und das bedeutete, dass 2 Pizzen zum Preis von Einer verkauft wurden. Das haben wir Drei uns natürlich nicht 2 Mal sagen lassen.

Am vierten Tag, mussten wir „kwaheri“ zu Nairobi und auch zum Pizzaladen sagen und dann hieß es wieder „hit the road“, zurück nach Arusha.
Der Trip nach Nairobi war echt super und hat total viel Spaß gemacht und die Busfahrt hin und zurück waren echt super lustig.

Was am Ende noch gesagt werden muss: Ich vermisse die Pizza!


Viele liebe Grüße aus Tanzania!

Kilimanjaro Bilder

10Feb2013

 am Marangu GateTag 1 Tag 2. Das erste Mal den Gipfel vor mir Horombo Huts Zebra Rock Sonnenuntergang und der Gipfel Tag 4 Gilmans Point On top of Aaaaaaaaafrica!!!! Uhuru Peak Gletscher zurück bei den Horombo Huts mit den Guides auf dem Weg zurück nach unten die gesamte Crew (Guides, Porters, Koch)

On top of Africa – Kilimanjaro 5895m

10Feb2013

Am 1. Februar 2013 ging es los. Mit von der Partie waren außerdem noch 5 weitere Mädels, alle auch Freiwillige von der gleichen Organisation, in der ich auch bin.

Als ich dann mit der ganzen Truppe + unseren drei Tour Guides durch das Marangu Gate, der Beginn der Wanderung, gelaufen bin, wurde mir nur noch klarer, dass jetzt ein 5-Tage-Aufstieg und 45km vor mir lagen. Arg optimistisch war ich also nicht gerade. Schon der erste Tag, war alles andere als einfach. Die meiste Zeit ging es nur steil nach oben und ich habe mich immer nur gefragt, wie ich denn bloß die nächsten vier Tage schaffen soll. Die
9 km, die am ersten Tag zurückgelegt werden mussten, haben die ganze Zeit durch einen Wald, mit mehreren kleinen Wasserfällen und Bächen, geführt.

Der zweite Tag war da schon besser. Zwar mussten an diesem Tag etwa 11km zurückgelegt werden und der Weg war auch nicht gerade weniger steil. Je höher man kommt, desto mehr verändert sich die Natur um einen herum. Anstatt dem Wald hatte man jetzt durch so eine Art Buschland zu laufen. Ich persönlich fand diesen Tag jedenfalls besser als den ersten Tag, vielleicht auch, weil man das erste Mal den verschneiten Gipfel des Kilimanjaro vor sich sehen konnte.
Die zweite Nacht haben wir in den Horombo Huts verbracht. Die Nacht im Schlafsack war trotz langem T-Shirt, Pulli und zwei paar Socken ziemlich kalt. Dass es noch schlimmer werden würde, habe ich damals aber auch schon ahnen können.


Der dritte Tag war unser Akklimatisierungstag. Wir sollten uns mir einer leichten Wanderung an die Höhe und die Luft gewöhnen. Eine „leichte“ Wanderung war es dann aber trotzdem auch wieder nicht. Wir sind mit unseren Guides einen seeehr steilen Hang zum „Zebra Rock“ hoch gelaufen. Schon nach den ersten 300 m, mussten wir unsere erste Verschnaufpause machen. So ging es dann auch weiter. Als der „Zebra Rock“ dann aber endlich in Sichtweite kam, waren alle Beteiligten sichtlich froh.
Zurück bei dem Camp sind wir alle wieder müde ins unsere Betten gefallen, denn arg viel weiter hätten wir an diesem Tag alle nicht mehr laufen können.


Der vierte Tag: Es waren 10km die zu bewältigen waren. Der Anfang war wieder ziemlich steil, doch der Pfad wurde später zu einem flachen und breiten Weg. Ab da war es dann auch viel angenehmer zum laufen. Der Gipfel war außerdem die ganze Zeit genau vor uns. Er war so nah und doch so weit weg. Dieser Tag war der angenehmste zum laufen, zwar hat man schon gemerkt, dass die Luft immer dünner wurde, aber für die Muskeln war dieser fast flache Weg absolut der Beste.
Nach einer halben Ewigkeit sind wir dann endlich bei den Kibo Huts angekommen, den letzten Hütten, vor dem Aufstieg. Jetzt wurde es langsam aber sicher ziemlich ernst.
Nach einem sehr frühen Abendessen wurden wir sofort ins Bett geschickt, damit wir noch ein paar Stunden Schlaf bekommen konnten, bevor es um Mitternacht dann ernst wurde.
Schlafen konnte ich natürlich so gut wie gar nicht. Mir gingen einfach viel zu viele Sachen durch den Kopf und es war einfach arschkalt. Da konnten nicht mal mehr Skiunterwäsche, Fleecepulli, Pulli, Skisocken und Handschuhe helfen und das im Schlafsack!!
Um 23Uhr wurden wir aufgeweckt und zu Tee und ein paar Keksen gerufen. Runter bekommen haben wir aber alle fast nichts. Wenn ich heute noch einmal an die Gesichter denke, die die anderen Mädels, und 100% auch ich, gemacht haben, muss ich lachen. Da saßen wir nun mit unserer gesamten, fast schon Nordpolbekleidung, am Tisch und haben uns schrecklich gefühlt.

Das einzig Schöne an dieser Nacht, war der wunderschöne Sternenhimmel. So viele Sterne habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht auf einmal am Himmel gesehen. Echt unglaublich.
Tja und um 0.20Uhr ging es dann los. Schon nach den ersten 100m war ich so fertig, dass ich schon da mit dem Gedanken gespielt habe wieder umzudrehen. Und so ging es dann auch die ganze Zeit weiter. Während meine Beine, die sich angefühlt haben wie Blei, immer zu meinten, dass sie gleich abbrechen würden, sagte mein Kopf immer, ich soll mich zusammen reißen und weiter laufen. Der Pfad nach oben war so verdammt steil und hart, dass die man die Tage zuvor als „Nichts“ beschreiben könnte. Der Weg nach oben war so steil, dass man ihn nur über zick-zack-laufen erreichen konnte. Zum Glück war die Stirnlampe die einzige Lichtquelle, denn wenn ich die ganze Zeit den Gipfel in Sichtweite gehabt hätte, hätte ich es wahrscheinlich kein weiteren Meter mehr geschafft. Wir mussten so oft eine Verschnaufpause einlegen, da wir einfach fast keine Kraft mehr hatten. Mein Gehirn hatte sich ausgeschaltet und mir war einfach alles so egal. Man hätte mich nicht mal mit meinem absoluten Lieblingsessen locken können (und das muss was heißen!). Als wir nach einer kleinen Klettereinlage und etwa bereits 5 zurück gelegten Kilometern plötzlich das Schild vom „Gilman´s Point“ vor uns hatten, sind mir einfach nur noch die Tränen gekommen. Vor Erleichterung, Erschöpfung, Freunde und Stolz. Die erste Hürde war geschafft. Von da an, mussten wir dann durch eine felsige Schneelandschaft laufen. Die Freunde auf das was noch kommen sollte, hatte mich für ein paar Minuten richtig angetrieben, aber nur bis mir dann wieder klar wurde, dass trotzdem noch 6km vor mir lagen. Umdrehen konnte und ich wollte ich aber auch nicht mehr, sogar meine Beine hatten wieder ein kleines bisschen Kraft geschöpft. Den Gipfel konnte ich fast schon riechen. Und als das Schild dann plötzlich 200m vor mir aufgetaucht ist, konnte ich nichts anderes, als fast schon zum Ziel zu rennen. Alle Schmerzen, ach, einfach alles war vergessen.
Und da stand ich nun, um 6.10Uhr, mit verheulten Augen, am Uhuru Peak, 5895m hoch, dem höchten Punkt Afrikas, dem höchsten freistehenden Berg der Erde und habe rein gar nichts gefühlt, außer totale Erschöpfung und Müdigkeit. Ich stand einfach da mir war arschkalt und ich konnte es einfach nicht glauben. Meine Handschuhe, meine Jacke, meine Hose und mein Rucksack waren voller Eis und die Stirnlampe war an meiner Stirn festgefroren. Aber das war mir egal, mir war einfach alles egal. Wenige Minuten, nachdem ich den Gipfel erreicht hatte, kam sogar die Sonne raus. Der Anblick war echt gigantisch. Da es aber so stürmisch und kalt war, mussten wir bald wieder unsere Sachen packen und uns auf den Weg nach unten machen, aber auch das war mir egal. Das Einzige was ich da noch wollte, war ein Bett zum schlafen. Der Weg nach unten war schrecklich und hat noch länger gedauert, als befürchtet. Natürlich war es nicht so schlimm, wie zuvor der Weg nach oben, aber aufjedenfall schlimmer, als die Tage davor.

Als ich dann endlich wieder bei den Hütten ankam, konnte ich nicht mehr anders, als einfach mit meiner gesamten Ausrüstung ins Bett zu fallen. Ich habe mich so gefühlt, als könnte ich die nächsten 10 Tage einfach durchschlafen. Tja, zu früh gefreut. Es gab nämlich erst mal Tee und danach mussten wir unsere Sachen packen, da wir uns nämlich schon wieder auf den Weg zurück zu den Horombo Huts machen mussten! Ich konnte es einfach nicht glauben. Da bin ich gerade erst von den absolut anstrengendsten 22km in meinem Leben zurück gekommen und schon muss ich gleich wieder 10km laufen. Im Nachhinein war es dann aber doch besser, denn wenn ich erstmal geschlafen hätte, wäre ich sicher nicht mehr so schnell aufgewacht.

Der Weg zurück hat zum Glück nur etwa drei Stunden gebraucht und als ich mich dann endlich ins Bett legen konnte, wollte ich einfach nur noch für den Rest meines Lebens schlafen. Alles, einfach alles tat weh. In dieser Nacht habe ich aber trotzdem so gut geschlafen, wie schon lange nicht mehr.


Der sechste und letzte Tag: Es ging für insgesamt 20km zurück zu dem Marangu Gate. Die sind wir dann auch fast gerannt. Alle von uns wollten einfach nur noch nachhause duschen und schlafen. Auf dem Weg nach unten haben wir auch ein paar Gruppen gesehen, die auf ihrem Weg nach oben waren. Ich war so froh, nicht mehr an ihrer Stelle sein zu müssen.


Die zwei darauffolgenden Tage habe ich vor allem schlafend im Bett verbracht. Ich war einfach so müde und außerdem konnte ich mich eh nicht bewegen. Glauben kann ich es heute immer noch nicht so richtig, dass ich wirklich ganz oben war.

Trotzdem bin ich wirklich sehr stolz auf mich, dass ich es, trotz aller meiner Befürchtungen und Zweifeln, geschafft habe. Es ist einfach unglaublich! Was ich aber trotzdem sagen kann, ist, dass ich nie wieder da hoch wandern werde, zumindest nicht in den nächsten 200 Jahren. Es war eine „Once in a life time“ Erfahrung und dabei soll es auch bleiben. Lächelnd

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